Mouvement Écologique
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Beteiligung von SchülerInnen – Selbstverwaltete Cafeteria in der Ecole Internationale in Differdingen

Im neuen internationalen Lyzeum in Differdingen (EIDE) hat move., zusammen mit dem « Service Socio-éducatif » (SePAS – früher Spos) und den Schülern, während zwei Projektagen die Idee einer selbstverwalteten Cafetéria mit entwickelt. Im Rahmen des « Jugendtreffs » soll diese in den Pausen von den Jugendlichen selbst verwaltet werden. Ziel des Workshops war es, Ideen und Möglichkeiten herauszuarbeiten und zudem noch eine Diskussion über Konsum, Produkte, Umwelt, Wohlbefinden und Mitgestaltung in der Schule zu führen. Ein spannendes Projekt – auch im Sinne der Mehrsprachigkeit. Gearbeitet haben wir mit Fotos und genug Zeit zum übersetzen.

Schüler verbringen immer mehr Zeit in den Schulen. Mit der vom Bildungsministerium eingeführten Secondaire’s Reform ist nun das SePAS für die Gestaltung aller außerschulischen Aktivitäten während der zusätzlichen Stunden in den Schulen zuständig. So sollen Schulen in den freien Stunden in der Mittagspause ein breitgefächertes Angebot für Schüler anbieten. Im neuen internationalen Lyzeum in Differdingen gibt es diesbezüglich Pläne für einen « Jugendtreff ». In einer eigens eingerichteten Ecke des Schulgebäudes – so ist es angedacht – können Schüler entspannen, sich austauschen oder aktiv an Projekten arbeiten. Dabei ist ebenfalls die Idee aufgekommen, Jugendliche in die Gestaltung des « Jugendtreffs » direkt mit einzubinden. Dies auch bei der Gestaltung, dem Angebot und dem Management einer möglichen Cafeteria.

In diesem Kontext ist das SePAS vom Lyzeum im Rahmen der Projektage an move. herangetreten, damit move. die Idee aktiv begleitet. Zusammen mit 20 Schülern des S3 Zykluses (13-15 Jahre) wurde während 2 Tagen über mögliche Produkte und die Ideen der Jugendlichen diskutiert. Am Ende kamen spannende Anregungen heraus, die als Basis für die Diskussion mit den Schulverantwortlichen und anderen Schülern dienen. Ein erstes Treffen ist schon abgemacht!

Zwei spannende Workshoptage 

Angekommen im Foyer der Schule, fiel sofort auf dass hier sehr viele verschiedene Sprachen gesprochen werden. Am Anfang des Workshops einigten wir uns darauf dass wir während den Gruppendiskussion vor allem auf französich kommunizieren werden. Während den Gruppenarbeiten kamen dann, je nach Gesprächspartner, Luxemburgisch, Deutsch, Portugiesisch und Englisch hinzu.

Nach der Vorstellung von move. und des Projektrahmens, nutzten wir den Raum damit alle Teilnehmer sich zu verschiedenen Aussagen je nach Zustimmung, und ohne zu reden, positionnieren konnten, z.B. « Ich habe vertrauen in Bio und Fairtrade Label » oder « Ich sortiere meinen Abfall ». Dies diente zur Einführung und bot gleichzeitig den thematischen Rahmen für die Projekttage. Die Jugendlichen konnten anschließend während der Vorstellungsrunde Stellung beziehen. Wichtig war hierbei, dass die Schüler sich freiwillig äußerten (oder nicht) und jeder das Thema ansprechen konnte, das ihn bewegt.

Im zweiten Teil des Workshops widmeten sich die Teilnehmer dann der inhaltlichen Auseinandersetzung. Als Basis dienten Fotos mit den verschiedenen Etappen eines Produkts: von der Produktion, über den Vertrieb, den Konsum, bis hin zur Abfallbewirtschaftung. In Gruppen wurden Gedanken zusammengetragen und anschließend diskutiert, besprochen wurden dabei ebenfalls einzelne Produkte. Erneut auf Basis von Fotos und mitgebrachten Produkten wurde über mögliche Probleme/Konsequenzen des Produktes bei einer der Etappen diskutiert. Dieser Teil des Austauschs bot sich  zudem an, um mit Hilfe von Karten zusätzlich die geographische Dimension zu beleuchten. Darüber hinaus wurde sich über Labels und ihren Stellenwert ausgetauscht.

Mittags ging es dann auf einen „Fotographier-Ausflug“ in ein nahegelegenes Einkaufszentrum. Hier sollten die Schüler, aufgeteilt in 4 Gruppen, die Produkte heraussuchen, die sie gerne in ihrer Cafeteria hätten und auch jene fotographieren, die sie auf keinen Fall bei sich im Regal sehen würden. Die Produkte mussten dann auch mindestens ein Kriterium – bio, saisonal, fairtrade, vegan/vegetarisch, lokal, keine oder ökologische Verpackung – erfüllen. Diese Kriterien wurden morgens zusammen festgehalten.

Der letzte Tag stand ganz im Fokus der Ideen der Schüler für eine zukünftige Cafeteria. Anhand von 9 Schlüsselfragen entwarfen die jeweiligen Gruppen ein ganzes Konzept. Über Namen, Werbung, mögliche Öffnungszeiten wurde genauso diskutiert wie über Produkte, Atmosphäre oder die Verteilung des Erlöses. Großes Highlight war die Vorstellung dieser verschiedenen Ideen. Mit großem Applaus und Freude über die beiden Projekttage wurde anschließend schon heiß über die nächsten Etappen debattiert.

Feedback 

Das Feedback der SchülerInnen fiel abschließend sehr positiv aus. Die Arbeit an einem konkreten Projekt sowie das Einbinden ihrer Ideen rief eine bis dato versteckte Motivation mitzuwirken und sich zu engagieren hervor. Wegen der großzügig eingerechneten Zeit und dem Freiraum für ihre Ideen und Bedürfnisse konnten die Schüler zudem in großen Teilen dem Rythmus des Workshops folgen, kreativ werden und sich gleichzeitig inhaltlich mit der Thematik auseinandersetzen. Dies sogar trotz teilweise vorhandenen Sprachbarrieren.

Für move. ist es nun wichtig, dass das vom SePAS angestoßene Projekt auch mit dem nötigen Engagement weitergeführt wird und auf allen Ebenen eine Diskussion über das Einbinden von SchülerInnen bei verschiedenen Entscheidungen Einzug in den Schulalltag stattfindet.

 


Date de publication : 25.10.2018

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