Mouvement Écologique
déi Jonk am Mouvement Écologique

Eng Zukunft ouni Plastik?! – E super Owend mat spannenden Diskussiounen

Ënnert dem Titel „Eng Zukunft ouni Plastik?!“ hat move. de 15. November op en Austausch zum Thema Plastikverschmotzung an de Gudde Wëllen agelueden. Gutt 40 Jonker hu wärend 2 Stonne mat Engagement mat diskutéiert. Erauskomm ass virun allem, datt d‘Plastikproblematik e klengen Deel vun engem grousse Problem ass.

Nachdem move. im September mit einer ironischen Aktion zu mehr Plastikkonsum aufgerufen hatte, hat die Jugendgruppe sich an diesem Abend vor allem der inhaltlichen Auseinandersetzung gewidmet. Zusammen mit Isabelle Schummers, der Umweltberaterin des Oekozenters Pafendall und Stéphanie Goergen aus der Umweltverwaltung wurde während mehr als 2 Stunden intensiv über die Plastikproblematik diskutiert.

Gleich bei der Vorstellungsrunde zeigte sich, dass viele der Teilnehmer vor allem wissen wollten, wie sie selbst ihren Plastikkonsum reduzieren können, um somit ihren Beitrag zum Schutz der Umwelt zu leisten. Die Perspektive des problembewussten Konsumenten wurde im Laufe des Abends jedoch durch andere Blickwinkel ergänzt, denn um unsere Natur nicht noch weiter zu zerstören sind viel größere Schritte notwendig, die ohne die richtigen Rahmensetzungen der Politik unmöglich zu erreichen sind.

Viel diskutiert wurde auch über die Frage, warum Plastik überhaupt ein Problem darstellt. Isabelle und Stéphanie gaben einen ausgiebigen Einblick über die Konsequenzen unseres „übermäßigen“ Plastikkonsums. Durch Plastikmüll werden Lebensräume zerstört und aufgrund der giftigen Inhaltsstoffe ist er zudem gefährlich für die Gesundheit von Mensch und Tier. Wichtig ist an erster Stelle Plastik zu vermeiden und wenn man Plastik benutzt, auf wiederverwendbare Alternativen zurückzugreifen.

Festgestellt wurde ebenfalls, dass man als Konsument oft keinen, oder nur sehr mühsam, Einfluss auf die Art und Weise wie Lebensmittel verpackt werden, nehmen kann. Es sind die Produzenten, die auch aus finanziellen und logistischen Gründen, gerne auf nicht recyclierte Einweg-Plastikverpackungen zurückgreifen. Recyclierter Plastik ist oft teurer. Auch alternative Einwegplastikverpackungen, z.B. Bioplastik, sind nicht ohne Bedenken, da man nicht sicher ist, ob die sich zu 100% zersetzen und die biologisch abbaubaren Elemente oft nur einen Teil der Plastikmischung ausmachen.

Somit kamen wir dann zu der Erkenntnis, dass neben einem Umdenken in unserem Konsumverhalten auch eine konsequent andere Politik nötig ist, damit Plastik in Zukunft nicht einen verheerenderen Einfluss auf unseren Alltag haben wird. Politik muss sich ihrer Verantwortung bewusster annehmen und einen zukunftsfähigeren Rahmen für die Produktion, den Konsum und die Abfallverwertung demokratisch aushandeln.

Unsere Gäste waren sich auch einig, dass der Vorschlag der EU-Kommission, u.a. einige Einweg- Plastikprodukte (z.B. Strohhalme, Plastikbesteck, …) zu verbieten, zwar ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung sei, jedoch das Problem Plastik damit nur zu einem kleinen Teil in Angriff genommen wird. Das größte Problem sei nicht der Einwegplastik, sondern nicht recycelbare Plastikmischungen und Mikroplastik. Dieser gelangt zum Beispiel durch die Abnutzung von Autoreifen oder über Kosmetikprodukte in unsere Umwelt. Mikroplastik entsteht ebenfalls, wenn eine weggeworfene Plastiktüte durch UV Strahlen und Verwitterung in sehr kleine Stücke zerfällt.

Des Weiteren wurde auch über die Rolle der Schule bezüglich der Plastikproblematik diskutiert. Den Teilnehmern zufolge soll diese eine weitaus größere Rolle bei der Bewusstseinsschaffung in Bezug auf Natur und Umweltthemen spielen. Denn die Plastikproblematik sei ja nur ein Teil des Umweltproblems, das ohne Umdenken immer nur begrenzt angegangen werden kann. Die Schule kann zudem mit kleinen wichtigen Schritten dazu beitragen, den Plastikabfall zu reduzieren. Z.B.  durch das Ersetzen von Einweg Plastikflaschen durch Glasflaschen mit Pfand oder das Abschaffen von Plastikbesteck.

Fazit:

Nach 2 Stunden intensiver Diskussion, wurde sich noch beim Buffet in lockerer Stimmung und Musik über die nächsten Schritte von move. unterhalten. move. Aktive tauschten sich mit den Interessierten aus. Auf den nächsten Versammlungen werden wir uns auf jeden Fall weiter mit dem Thema auseinandersetzen, die aktuelle Politik analysieren, Aktionen planen und überlegen, wie wir unsere Message nach außen tragen können.

 


Date de publication : 23.11.2018

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