Mouvement Écologique
déi Jonk am Mouvement Écologique

Wir haben es IMMER NOCH satt – move. auf der Demo für gutes Essen und gute Landwirtschaft in Berlin 2019

2011 fand die erste “Wir haben es satt” Demo am Berliner Hauptbahnhof statt. Sie richtete sich gegen Gentechnik, Tierfabriken und die Orientierung der Landwirtschaft am Weltmarkt und steht seither für eine bäuerliche und ökologische Landwirtschaft. Bei move. wird seit zwei Jahren intensiv über unser Essen und eine zukunftsfähige Landwirtschaft diskutiert. Da Engagement einen langen Atem erfordert, war den move.Mitgliedern schnell klar, dass es auch dieses Jahr galt (wie bereits 2018) unbedingt wieder beim Demo-Wochenende in Berlin vom 18.-20. Januar dabei zu sein. In zwei Mini-Bussen und ausgerüstet mit selbsgemalten Plakaten, Kostümen, Kochtöpfen und Holzlöffeln ging es Freitags sofort nach der Schule los! Ein Erlebnisbericht aus der Sicht von move.

Zusammen für eine andere Landwirtschaftspolitik

Gibt es eine Landwirtschaft die gut für die Bauern, die Konsumenten und veträglich für die Natur ist? Dies zu beantworten ist nicht so einfach und so machten wir uns, wie schon im Vorjahr, auf den Weg nach Berlin zu Deutschlands größter Agrardemo “Wir haben es satt”! Mit der Teilnahme an der Demo unterstützen wir die Idee einer zukunftsfähigen Landwirtschaft und hatten zudem eine gute Gelegenheit, uns über das Thema auszutauschen und neue Eindrücke zu gewinnen.

Eigentlich müsste der Name der Demo bereits in “Wir haben es immer noch satt!” geändert worden sein. Bereits zum 9. Mal fand nämlich diese rießige Demo mit fast 35.000 DemonstrantInnen statt. Eine Mobilisierung, die in unseren Augen sehr wichtig ist, denn zur Zeit wird auch die Gemeinsame Europäische Agrarpolitik neu verhandelt. Eine breite gesellschaftliche Unterstützung für eine bäuerliche Landwirtschaft, wie sie von seiten der Organisatoren der Demo verlangt wird, ist unabdingbar, wenn eine Reorientierung dieser Agrarpolitik erreicht werden soll.

Gemeinsam mit Tierschutzverbänden, NaturschützernInnen, Umweltorganisationen, BürgerInnen sowie Bauern und Bäuerinnen, machten wir unserem Unmut gegen die aktuelle Agrarindustrie und -politik Luft und forderten eine ökologischere Landwirtschaft, Klimagerechtigkeit, artgerechte Tierhaltung, gerechten Handel sowie gute Landwirtschaft und gutes Essen für alle. Denn auch viele Bauern haben es satt, sowohl biologische als auch konventionelle! Über 170 Treckerfahrer haben zum Teil stundenlange Fahrten auf sich genommen um an der Demo teilzunehmen.

Motivierte Reden am Brandenburger Tor

Die Vernetzung der Themen spiegelte sich nicht nur in den Forderungen, sondern auch in den Reden wieder, die vor und nach der Demonstration auf der großen Hauptbühne gehalten wurden. So appelierte zum Beispiel Georg Janßen (Bundesgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft / ABL) für eine faire Auseinandersetzung mit den KollegInnen aus den Ländern des Südens und Roda Verheyen (Rechstanwältin, die mehrere Klimaklagen vertritt) erinnerte daran, dass “der Klimawandel die Landwirtschaft  [bedrohe] und zwar ganz massiv.” Damit jedoch der notwendige themenübergreifende Wandel und ein Ausstieg aus der derzeitigen Situation stattfinden kann, ist eine breitgeführte gesellschaftliche Debatte notwendig, an der alle Akteure, auch wir als KonsumentInnen, teilnehmen müssen.

Mit Freundlichkeit und Entschlossenheit, wie es Janßen später ausdrückte, sollen wir “alle mitnehmen, alle, die sich eine nachhaltige Landwirtschaft wünschen!”. “Mit uns muss man rechnen” so Janßen abschließend. Und wir stimmen ihm zu, auch mit move. muss man weiterhin rechnen! Wir werden uns nämlich auch in Zukunft noch weiter mit unserem Essen und der Landwirtschaft auseinander setzen, sei es mit Aktionen oder in den Schulen, wo wir seit letztem Jahr interaktive Vorträge zum Thema organisieren. Weitere Informationen hierzu finden Sie hier: http://move.meco.lu/2018/06/26/die-zukunft-der-landwirtschaft-im-lycee-aline-mayrisch-ein-erlebnis-fur-alle-beteiligten/

 


Date de publication : 04.02.2019

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